AKTUELLES BEI SPRENGER

Steinway-Flügel dürfen in den Lift
Dezember 2017

In Zusammenarbeit mit dem Münchner Architekten Peter Haimerl darf Sprenger den Umbau des Hauses Marteau in Lichtenberg vornehmen.

Baubeginn am Haus Marteau

Von den Baumaßnahmen betroffen ist der Konzertsaal, der über einen einzigen Lift erreichbar sein soll statt über eine Kombination aus zwei Liften und einer Rampe. Kern des Mammutprojektes ist der unterirdische Übungs- und Konzertraum in Form eines Stollens: Wegen der spitzzackigen Raumelemente für die Akustik wird er jetzt schon „Splitterraum“ genannt. Den Konzertbesuchern soll damit ein noch besseres Musikerlebnis ermöglicht werden.

Der Splitterraum steht nun auch im Mittelpunkt einiger zu beschließender Änderungen. Wie Architekt Peter Haimerl auf Anfrage vorab mitteilte, soll der neu geplante integrierte Personen- und Transportlift vom Haupteingang im Erdgeschoss des Hauses Marteau direkt bis auf Bühnen-Niveau führen. Der 2,10 Meter lange und 1,10 Meter breite Lift biete Platz für zehn Personen oder einen Flügel und erleichtere auch den Zugang für behinderte Menschen. Eine weitere angedachte Änderung betrifft die Bühne des Konzertsaals selbst: Die Bühne soll nun, statt an die Außenseite, in die Raummitte gerückt werden, sodass sich das Publikum um den Künstler gruppieren kann. Auch die Vergrößerung der Künstlerkantine steht im Gespräch.

Für die künftige Arbeit vor Ort bietet die Ein-Lift-Lösung wohl den größten Vorteil. Wie Dr. Wolfgang Hegel, Büroleiter für Kultur und Heimatpflege des Bezirks Oberfranken, auf Anfrage mitteilte, sei es so möglich, die beiden 300 Kilo schweren Steinway-Flügel des Hauses Marteau flexibel vom Erdgeschoss bis hinunter zur Bühne zu bringen. Die vorher angedachte Variante mit zwei Liften und einer Rampe hätte bedeutet, dass die wertvollen Instrumente teils von außen hätten zum Konzertsaal transportiert werden müssen: „Dazu hätte man die Flügel erst einmal auf Rollen heben und dann über einen kleinen Abhang schieben müssen“, sagte der Büroleiter.

Wir freuen uns dieses Bauprojekt fachmännisch begleiten zu dürfen. Unter www.haus-marteau.de kann der aktuelle Stand der Bauarbeiten eingesehen werden.